Die Maya sind indianische Völkergruppen, die heute vorwiegend in Guatemala, Südmexiko und vereinzelt in Belize und Honduras zu finden sind. Etwa ab 2000 v.Chr. hatte sich ihre Kultur entwickelt, erlebte ihre Blütezeit in den Jahren 300 bis 900 und erlosch schließlich gänzlich nach der spanischen Eroberung um 1550. Als einziges Volk Altamerikas schufen die Maya eine hoch entwickelte Schrift, deren bildliche Zeichen bis heute nur zum Teil entziffert werden konnten.
Maria Longhena Buch "Sprechende Steine" möchte in ihrem Buch anhand der Mayaschrift "das Konzept anthropologischer Schrift im antiken Amerika" darstellen, wobei vor allem der logographische Charakter (Bilderschrift) gemeint ist, der bei den Urvölkern Mesoamerikas verbreitet war. Bei ihrer Entdeckung wurde die Schrift als minderwertig eingestuft. Je mehr man jedoch über die Maya erfuhr, beispielsweise über ihre exakten mathematischen und astronomischen Kenntnisse, desto mehr geriet dieses Bild ins wanken.
Zunächst geht die Autorin kurz auf die Entdeckung der Maya und deren Schrift ein, und erklärt dann wie diese zu deuten ist. Als nächstes folgen die hieroglyphischen Schriftzeichen, ihre Bedeutung, sowie ihre Entdeckung. Das sind u.a. das überraschend logische Zahlensystem der Maya und die entsprechenden Symbole dazu, die Darstellung der Gottheiten und schließlich die hieroglyphischen Symbole zum Kalender, der Astronomie und dem "Alltagsleben" der Maya. Im Anschluss gibt es einen Exkurs in die aztekische bzw. peruanische Schriftform.
Lediglich in den Farben Schwarz und Orange gestaltet, ist dieses Buch ein Beispiel gelungener Pragmatik. Es macht Spaß dieses Buch zu lesen, zumal es einfach geschrieben ist, weitegehend auf Fachwörter verzichtet und doch Kompetenz beweist.
MM
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Mexiko