Die Literaturwissenschaft untersucht Literatur, so viel ist klar. Im Zentrum stehen dabei analytische und interpretatorische Elemente - Inhalt, Form und die Entstehungs- bzw. Wirkungsgeschichte von Literatur wird untersucht. Der Autor ist der Urheber, der Verfasser eines solchen Studienobjekts. Wann hat er gelebt, wie kam er zum Schreiben und was waren seine Motive?
Das Metzler Autoren Lexikon, das nun schon seit 1986 existiert, weiß die Antwort und hat Generationen von Studenten und Dozenten umfangreiche Infos zum gesuchten Autor geliefert. Bemängelt wird seit jeher nur das Fehlen relevanter Schriftsteller und Dichter. Etwa 3000 Autoren kennt die Literaturgeschichte. 550 vereint dieses Werk - immerhin 210 mehr als die erste Auflage vorweisen konnte. Dafür musste aber an anderer Stelle gekürzt werden - die genannten Autoren werden erstmals ohne Abbildungen vorgestellt.
Um den Inhalt ging es den Herausgebern, und nicht zuletzt um den finanzielle Faktor - Bildrechte sind teuer. Schade eigentlich, denn das passende Antlitz zum Namen sorgt für eine visuelle Gedächtnisstütze, was nicht zuletzt im Studium einen hohen Stellenwert hat.
Das Metzler Autoren Lexikon beschreibt Leben, Werk und Wirken deutschsprachiger Autoren. Wie schöpft Döblin die Vielschichtigkeit der Stadt in Berlin Alexanderplatz? Wie stellt Cervantes in seinem Don Quijote de la Mancha die Ritterideale mit den Realitäten der spanischen Gesellschaft am Ende des 16. Jahrhunderts gegenüber?
Doch Achtung: Ein Umberto Eco ist hier ebenso wenig zu finden wie eine Joanne K. Rowling oder ein Dan Brown. Wer ein bebildertes Werk mit Vertretern der modernen Unterhaltungsliteratur sucht, wird im Buch der 1000 Bücher fündig.
MM
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