Jeder Atemzug den Sie machen enthält ein Atom, das Marilyn Monroe ausgeatmet hat. Die ganze Menschheit würde in einen Raum von der Größe eines Zuckerwürfels passen. Je schneller Sie sich in einem Transportmittel fortbewegen, desto schlanker werden Sie.
Es ist diese Art von Tatsachen, die nur in der Welt der Physiker und Quantenphysiker Realität sind und auch nur diese zum Schmunzeln bringen, denn sie wissen ja wovon sie reden. Alle anderen, die nicht über dieses ausgeprägte theoretische Denken verfügen, stoßen meist schon in den ersten Jahren des naturwissenschaftlichen Schulunterrichts auf ihre Grenzen. So erging es mir jedenfalls, als ich das leidenschaftlich verhasste Fach Physik schließlich mit einer glatten 5 abwählte.
Heute, einige Jahre und Erfahrungen später, hat mich das Interesse an der Naturwissenschaft noch ein Mal gepackt. "Warum Gott doch würfelt" enthält laut den Verlagstextern das Charakteristikum, "auch ohne spezielle Vorkenntnisse" eine Vorstellung dieser Welt zu vermittlen. Ganz so einfach ist das leider dann doch nicht. Wer verstehen will, wieso man "Einstein einatmen" kann oder warum Zeitreisen theoretisch möglich wären, sollte nach wie vor über jenes ausgeprägte theoretische Denken verfügen, das mir schon zur Schulzeit fehlte und das sich bis heute leider noch nicht eingestellt hat. So war ich zwar die ersten 30 Seiten ganz gut dabei, aber als dann der Begriff "Quantenphysik" fiel, begannen die alten Kopfschmerzen.
Schließlich habe ich das Buch doch durchgelesen, das eine oder andere rein begrifflich verstanden, das ein oder andere gar nachvollziehen können. Das meiste jedoch habe ich aufgrund meiner Unfähigkeit, solcherlei abstrakte Dinge sinnvoll abspeichern zu können, schon wieder vergessen. Trotzdem: Für jeden, der mehr als nur ein wenig Vorkenntnisse besitzt, ist dieses Buch ein kurzweiliges Wissenschaftsvergnügen.
MM
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Natur und Umwelt