Das hatten wir doch schon mal? Na ja, nicht ganz. Das war vor etwa genau einem Jahr, als der ewig grinsende Komiker Mario Barth, dessen Gag-Repertoire hauptsächlich auf Kosten der Weiblichkeit geht, ein Wörterbuch für die Fremdsprache Frau herausgegeben hat. Ein Jahr später folgt nun die Rache seitens der Frau, ein nahezu konvergentes Werk, das sich vom Vorgänger lediglich durch einen anderen Illustrator und zwei Frauenköpfe statt dreimal Barth auf dem Umschlag unterscheidet.
Ebenso wie bei Deutsch-Frau / Frau-Deutsch ist das Buch in Alltagssituationen zwischen Mann und Frau eingeteilt, wie "Kennen lernen", "Sex" und "Job". Auch der nonverbale männlichen Kommunikation ist ein Kapitel gewidmet, auf dass frau verstehe, was unter dem Griff in den Schritt und der triebhaften Spuckerei zu verstehen ist. Natürlich ist der klassische Mann ein Einkaufsmuffel, kennt sämtliche Spieler der Bundesliga auswendig, schläft nach dem Sex sofort ein und beweist seine Liebe anhand von selbstgebrannten CDs, Tchibo-Artikeln und Tankstellenflora. Ein jammernder, unselbstständiger neurotischer Fettnäpfchentreter, den es zu erziehen und zu beschützen gilt.
Zwar kennt man solche Männer wohl aus Nachmittagstalkshows oder schlechten Romanen. Begegnet bin ich glücklicherweise noch keinem von dieser Sorte - vielleicht ein seltener Glücksfall. Da ich jedoch tatsächlich nicht viel wiedererkennen konnte, weder verbal noch nonverbal, fielen die Lacher meinerseits auch eher schmal aus. Frau und Mann im puren Klischee - die Damen Fröhlich und Kleis hätten gut daran getan, nicht die selbe primitive Schiene zu fahren, die ihr Vorgänger gewählt hat.
MM
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