Die Sterbebegleitung hat den Zweck, Menschen in ihren letzten Tagen und Stunden Beistand zu leisten. Dabei unterscheidet man zwischen den privaten Abschiednehmen und Trostspenden der Angehörigen und den beruflich bedingten Diensten und Pflichten von Pflegekräften, Ärzten und Seelsorgern.
Was Sterbenden und Angehörigen Mut macht, ist der Glauben an ein "Leben danach". Schon in seinem Vorwort betont der Autor, dass er nicht daran zweifle, dass ein Leben nach dem Tod existiere. Er wisse es sogar ganz genau. Dieses Wissen bezieht sich nicht etwa auf eine naturwissenschaftliche Erkenntnis, sondern vielmehr auf persönliche Erfahrungen mit dem Tod. Und so lautet auch bereits Kapitel 1: "Wenn der Körper stirbt" und nicht etwa "Wenn der Mensch stibt".
Zunächst gilt es, den Tod zu verstehen und in all seiner Radikalität zu akzeptieren. Das Sterben ist seit jeher Teil jedes Lebewesens. Was uns Angst macht, ist die dunkle Leere die in unserer Vorstellung darauf folgt. Wir stellen das Ich, also unsere Seele, mit dem Körper gleich und dieser liegt im dunklen, engen Sarg und wird zu Erde. Doch dies ist nicht das Ende - das Bewusstsein existiert außerhalb des Körpers, so Looser.
Zahlreiche reelle Nahtod-Erfahrungen geben ein Bild über diese Situation und lassen gleichzeitig Paralleleln zueinander ziehen. Fragen wie: "Gibt es Himmel und Hölle?" werden bearbeitet, Weisheiten aus dem tibetischen Totenbuch werden übermittelt. Nach all dieser vorsichtigen Heranführung kommen wir zum wesentlich kürzeren aber elementaren Teil: der aktiven Begleitung der Seele anhand von "meditativer Lichtarbeit".
Ein Buch, das vor allem den Hinterbliebenen Hoffnung spendet und weder wirr noch unseriös erscheint. Eine große Hilfe für all jene, die die Dunkelheit aus ihrer Vorstellung verbannen möchten um gemeinsam mit der Seele des Toten ins Licht zu treten.
MM
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