Drei Wiener Universitätsprofessoren, angeführt vom Lehrstuhlinhaber Paul Wagner, haben mit diesem Grundlagenwerk eine dem Namen des Titels gerecht werdende Einführung in das Basisverständnis der physikalischen Wissenschaft geschaffen. Alle verstörten und hilflosen Geister, die der mitunter anfängerhafte Schulunterricht zurückgelassen hat, können beruhigt aufatmen. Hier steht, wie es geht und funktioniert und wie man dies vor allen Dingen berechnen kann. So wie das Johannes Kepler, der wichtigste Gründervater der modernen Naturwissenschaft, auch gemacht hat.
Die Stärke dieses Buches ist zugleich eine Herausforderung für alle diejenigen, die nicht genug bekommen können von einzelnen Fachaspekten, denn es wurde eine geschlossene und dafür in den einzelnen Kapitel stark reduzierte Darstellungsweise gewählt. Ganz bewusst, denn somit kann das Nachschlagerepertoire auf eine umfassende Einführung in diese Mutter aller Wissenschaften bereichert werden. Die Betonung der wesentlichen physikalischen Strukturen (Mechanik, Elektromagnetismus, Thermodynamik, Optik, etc.) und deren Zusammenhänge wurde eben mit "bewusstem Verzicht auf Vollständigkeit", so der Verlag, in Angriff genommen. Herausgekommen ist dennoch etwas Ganzes und äußerst Umfassendes.
Hauptthematik des Buches sind in erster Linie die begrifflichen Grundlagen, die anhand mathematischer Beziehungen herausgearbeitet und mit verschiedenen Problemlösungsmethoden vorgestellt werden. Das Buch ist also kein literarischer Genuss, sondern eine Melange aus Defintionen und Rechnungen. Der Hauptteil des Buches beschäftigt sich mit Newton - wenn man das so nennen will -, oder alternativ formuliert: mit der klassischen Physik, die heutzutage als Grenzgebiet der umfassenden Quantenphysik anbei gegeben wird. Effekt und Wirkung sind nachweisbar, das Wissen davon, wie es genau funktioniert, eher unvollständig. Warum das so ist, wird in den Ausflügen in die relativistische Methode nicht unbedingt deutlich, aber zumindest potentiell ersichtlich.
Elektrodynamik und Optik, Einsteinsche Regeln und Planksche Wellen führen noch kompakter als die klassischen Grundlagen in das hyperspannende Gebiet der Quantenmechanik. Diese darf so gesehen also als Ausgangspunkt für eine weitere Beschäftigung mit anderen Gebieten der Physik dienen. Besonders hilfreich ist das Werk demzufolge für alle Oberstufenschüler, Physikstudenten im Grundstudium sowie alle Pyhsikinteressierten, die eine umfassende und methodisch einwandfreie Hilfe im Bücherregal haben wollen, die sie jederzeit und bedenkelos zitieren und, noch besser, nutzen können.
Von null auf hundert wird man mit diesem Werk aber nicht kommen. Soll heißen: ein gewisses Maß an Grundkenntnisseen, pyhsikalischer und auch mathematischer Natur, ist vonnöten, damit diese Einführung auch Sinn macht. Sind diese vorhanden, steht einer akademisch geschulten und praxisnah orientierten Vorgehensweise nichts mehr im Wege. Ein Kompendium der klar strukturierten Sorte. Nichts anderes erwatet man von der Physik, die schließlich doch den Raum in die Unendlichkeit als Erste aufgestoßen hat. Fürs erste kann man hiermit in der Endlichkeit beginnen und eine Menge lernen.
MG
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