Loft bedeutet ja eigentlich Dachboden oder Speicher. Die Amerikaner übertrugen den Namen auf leerstehende Lagerhallen und Industriegebäude. In den 40er Jahren wurde in New York und London begonnen, derartige leerstehende Hallen zu Wohnzwecken umfunktionieren, wobei die Bausubstanz der Halle kaum verändert wurde. Eine Wohnung umfasste damit oft die gesamte Fläche einer Etage - man hat dann einfach Möbel hineingestellt. Das macht die Loftwohungen aus: Riesige Grundflächen und meterhohe Decken. Schnell avancierten Lofts zu den begehrten Wohnungen für Freiberufler und Künstler, die so Arbeits- und Wohnraum zusammenschlossen.
Heute sind Loftwohnungen nicht mehr improvisierte Wohnungen, sondern entstehen durch aufwendige Renovierung und Modernisierung alter Industriehallen und werden damit zu recht teuren Wohnungen auf dem Immobilienmarkt. Und sie sind natürlich nicht nur in New York oder London zu haben, sondern auch hierzulande:
25 Lofts von Berlin bis Rapperswil werden in dem Bild- und Informationsband "Lofts" vorgestellt. Hoch aufgelöste Fotos zeigen jedes der 25 Projekte von ihrer besten Seite, samt Grundriss und Wissenswertes zur Geschichte bzw. früheren Funktion des Gebäudes. Eine Kurze Tabelle gibt außerdem über Standort, Architekt, Erbauungsjahr, Umbauzeitraum, Rauminhalt, Raumhöhe und Umbaukosten Auskunft.
Autor Thomas Drexelarbeitet als freier Fotograph und war jahrelang im Rahmen der Architektur und des Städtebaus tätig. Er schreibt Bücher zu den Themen Bauen, Wohnen und Sanierung.
"Lofts" ist ein hochwertiger architektonischer Bildband, der jedem wärmstens ans Herz gelegt wird, der sich mit dem Kauf, Umbau und Bezug eines Lofts beschäftigen möchte - oder der einfach anhand der großen, hochaufgelösten Bildern davon träumen möchte.
MM
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