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Der Polterabend
Scherben bringen Glück
Mit Gepoltere ins Eheleben
Am Polterabend muss es so richtig poltern. Deswegen wird alles mitgebracht und mit Getöse auf den Boden geworfen, was so richtig viel Lärm macht. Porzellan beispielsweise, aber auch Blumentöpfe, Keramikfliesen und Steingut. Sogar vor Waschbecken und Toilettenschüsseln wird manchmal nicht Halt gemacht! Beliebte Wurfgegenstände sind auch Blechbüchsen, Kronkorken und Konservendeckel, die zwar nicht kaputtgehen, dafür aber ordentlich Getöse machen.
In manchen Gegenden werden um Mitternacht Hose des Bräutigams und BH der Braut verbrannt, mancherorts auch die Schuhe der Braut auf ein Holzbrett genagelt.
Aber Vorsicht: Scherben bringen nicht immer Glück! So sollen die Scherben von Gläsern und Spiegeln dem künftigen Brautpaar eher Pech bringen (im Fall des Spiegels sogar sieben Jahre lang!), weswegen sie auf dem Polterabend streng verboten sind.
Der Polterabend bietet Brautpaar und Bekannten die Gelegenheit, in einem weit zwangloseren Rahmen als er feierlichen Hochzeit selbst zu feiern. Immer häufiger werden solche Abende auch nach Mottos gestaltet. Fährt das Brautpaar beispielsweise in den Flitterwochen in die Karibik, so wird eine Beachparty mit Blumen, karibischen Cocktails und Musik gefeiert. Geht es dagegen nach Paris, so bietet sich ein französischer Abend mit Baguette, Käsehäppchen, Champagner und französischen Chansons an.
Achtung: in der Schweiz und Österreich bezeichnet Polterabend das, was in Deutschland unter Junggesellenabschied bekannt ist.
HM