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Der Ostersamstag

Bräuche des Karsamstags

Der Tag der Grabesruhe Jesu

Der Ostersamstag, auch Karsamstag genannt, markiert das Ende der vierzigtägigen Fastenzeit und soll als Tag der Stille während der Grabesruhe Jesu als Vorbereitung auf den Tag der Auferstehung Jesu vorbereiten. An diesem Tag findet kein Gottesdienst statt und die Altäre der Kirchen sind gänzlich ungeschmückt.

Da der Sabbat jüdischer Ruhetag ist, musste Jesus noch am Freitag beerdigt werden. An diesem Tag wurde Jesus für tot erklärt, gleichzeitig auch die Hoffnung auf einen Retter begraben, da sich die Jünger aus Angst, selbst am Kreuz hingerichtet zu werden, versteckten.

An diesem Tag der Depression wird gleichzeitig der Glauben an einen neuen Anfang bestärkt. Trotz hoffnungsloser Lage geht das Leben weiter, und es folgen bessere Tage, wie die Auferstehung Jesu deutlich macht.

Erst nachts beginnt am Ostersamstag die Feier der Auferstehung. Dann wird das Osterwasser, das Osterfeuer und die Osterkerze geweiht. Die Glocken, die zum letzten Mal am Gründonnerstag nach dem Abendmahlsgottesdienst geläutet hatten, erklingen in der Osternacht am Karsamstag beim Gloria wieder in vollem Klang.

HM
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