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Der Gründonnerstag
Zum Gedenken an das letzte Abendmahl
Tabernakel und Fußwaschung
Am Gründonnerstag wird des Passahmahls gedacht, das Jesus vor seiner Gefangennahme als Abschiedsmahl mit seinen Jüngern feierte. Der Name leitet sich vom altdeutschen gronan, ab, was greinen oder eben weinen bedeutet. Damit wurde auf die Tränen der Büßer angespielt, die nach beendeter Buße am Gründonnerstag in der alten Kirche wieder in die kirchliche Gemeinschaft aufgenommen wurden.
Der Gottesdienst am Gründonnerstag feiert das Abendmahl.
Zudem wird in einigen Gemeinden noch die Fußwaschung praktiziert, die daran erinnert, dass Jesus seinen Jüngern die Füße wusch und damit seine Dienstbarkeit deutlich machte, Füße waschen Sklavenarbeit war. In Spanien wurde dieses Ritual bereits 694 durchgeführt, seit dem 12. Jahrhundert ist der Brauch auch aus der Gründonnerstagmesse in Rom bekannt.
Am Ende der Gründonnerstagsmesse wird das Allerheiligste an einen anderen Ort getragen und der Altar leergeräumt; der Tabernakel ist nun offen und leer, der Altar schmucklos. Orgel, Altarschellen und Kirchenglocken schweigen von nun bis zum Gloria in der Osternacht. Es heißt, die Glocken würden in dieser Zeit nach Rom fliegen, um geweiht zu werden.
HM