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Osterbräuche
Traditionen rund um die Osterzeit
Osterfeuer, Lamm und Eier
Neben dem bekannten Ostereiersuchen gibt es noch zahlreiche weitere Bräuche, die sich um das Osterfest ranken.
Das Eierfärben
Das Ei als Symbol des Lebens wurde bereits seit Urzeiten als Grabbeigabe verwendet.
Die ersten Ostereier wurden lediglich rot eingefärbt, um an das Leiden Christi und an sein vergossenes Blut zu erinnern. Mit der Zeit kamen immer kunstvollere Verzierungen dazu, und nach und nach auch weitere Farben. Gelb für Weisheit und Erleuchtung, Weiß für die Reinheit, Grün für Jugend und Unschuld, Orange für Kraft, Ausdauer, Ehrgeiz und Wärme.
Das Osterfeuer
Zu Beginn der Osternacht wird am Ostersamstag ein Osterfeuer entzündet. An diesem wird dann die Osterkerze angezündet, die in feierlicher Prozession in die dunkle Kirche gebracht wird. Symbolhaft steht das Licht für das Lichtwerden nach der Auferstehung Christi; eigentlich geht die Tradition aber auf viel ältere, heidnische Bräuche zurück.
Früher wurden im Sommer Feuer entzündet, die als Symbol für die Sonne galten. Die Osterfeuer sollten die Sonne, die Fruchtbarkeit und Wachstum brachte, auf die Erde holen. So versprach sie nach einem langen dunklen Winter reiche Ernte.
Die Osterkerze
Wie das Osterfeuer gilt auch die an ihm entzündete Osterkerze als Symbol für das Leben und für den Sieg über den Tod, und damit für den auferstandenen Gottessohn. In einer feierlichen Prozession wird sie unter Gesängen (Lumen christi - Deo gratias =Christus, das Licht - Dank sei Gott) in die abgedunkelte Kirche getragen. Im Anschluss entzünden die Kirchgänger ihre mitgebrachten Kerzen an ihrer Flamme, bis die ganze Kirche durch Kerzenlicht erhellt wird.
Von der Osternacht bis Himmelfahrt brennt die Kerze im Osterleuchter.
Ihre weiße Farbe steht für die Hoffnung. Die Kerze ist mit einem Kreuz, einem Baum, einer Taube, einem Lamm, Sonnenstrahlen oder Wasser geschmückt. Zudem sind fünf Nägel und ein Kreuz eingeritzt, die auf die Karwoche verweisen. Oberhalb des Kreuzes steht der griechische Buchstabe Alpha, unterhalb der griechische Buchstabe Omega. Da Alpha der erste Buchstabe des griechischen Alphabetes ist und Omega der letzte, versinnbildlichen sie Anfang und Ende, Geburt, Tod und Auferstehung.
Das Osterlamm
Als Lamm Gottes wird Jesus oft bezeichnet. Mit seinem weißen Fell steht es für Unschuld und Reinheit, und als Symbol bedeutet es Frieden.
Schon seit dem alten Testament wird das Lamm als Opfertier angesehen. Zu Pessach wurde es von den Juden zum Gedenken an Gott geschlachtet.
Heute schmückt es oft in Kuchenform die festliche Ostertafel.
Rezept:
Zubereitung:
Drei Eier mit einem zusätzlichen Eigelb, 125 g Zucker und einem Päckchen schaumig schlagen. 125 g Mehl mit 25 g Speisestärke mischen, auf die Masse sieben und vorsichtig unterrühren. 75 g Margarine langsam erwärmen und wieder abkühlen lassen, dann löffelweise unter den Teig ziehen. Eine Lämmchenform mit etwas Margarine ausfetten und mit Semmelbröseln ausstreuen, dann beei 180 Grad ca. 35 bis 40 Minuten backen. Nach dem Ende der Backzeit das Gebäck etwas in der Form abkühlen lassen, dann aus der Form nehmen und völlig erkalten lassen. Abschließend zum Verzieren mit Puderzucker bestreuen.