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Der Osterhase – Herkunft, Bedeutung, Überlieferung

Das Langohr, das Eier bringt

Wieso eigentlich Osterhase?

Wieso ein Hase Eier bringt, mag sich manch einer alljährlich zu Ostern fragen. Ja, warum eigentlich, und seit wann macht er das schon? So ganz genau wird man das wohl nicht mehr feststellen können. Eine Geschichte besagt, dass ein Bäcker im Mittelalter kleine Osterlämmer backen wollte, die dann missglückten und aussahen wie kleine Hasen mit Schlappohren.

Etwa seit dem 16. Jahrhundert werden die Eier vom Hasen gebracht, davor waren in vielen Regionen andere Eierboten vertreten: in Holstein und Sachsen kam ganz ei-typisch der Hahn, in Hessen der Fuchs, im Elsass der Storch und in der Schweiz der Kuckuck.

So richtig bekannt wurde der Osterhase allerdings erst im 19. Jahrhundert, als es zu Ostern Schokolade und Bilderbücher gab, und die Spielzeugindustrie ihre Produkte mit aller Macht an den (kleinen) Mann bringen wollte.

Warum nicht die Henne?

Viel naheliegender wäre es doch eigentlich, wenn Huhn oder Hahn die Eier brächten – schließlich ist es ja auch das Federvieh, das sie legt. Allerdings legt sie ja nur braune und weiße, und höchstens mal ein grünes Ei – wie lassen sich also die bunten Eierchen erklären?

Mit Hühnern gar nicht, beschlossen die Eltern irgendwann, und dichteten stattdessen dem Hasen – der ohnehin viel kuscheliger und niedlicher war als ein Huhn –das Eierbringen an. Schließlich passten die Langohren ganz gut, da sie immer im Frühjahr in die Gärten kamen, um Nahrung zu suchen.

HM




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