Schön schreiben, das hat was. Da erinnert man sich zurück an die Grundschulzeit, als wir stundenlang den sanften Schwung des a’s übten, am ß verzweifelten und stolz die komplizierten h’s und k’s meisterten. Damals, als wir noch mit Füller und Tinte in die zwei vorgezeichneten Linien schrieben. Damals, bevor Kugelschreiber und zu viele Stunden Mitschreiben in der Vorlesung unsere Schrift ruinierten …
Wer sich wieder der Kunst des schönen Schreibens widmen möchte, hat aber auch als Erwachsener die Möglichkeit, wieder mit Tinte und breiter Feder zu schreiben und, die Zungenspitze zwischen den Zähnen, sorgfältig schön geschwungene Buchstaben nachzumalen.
Kalligraphie kommt aus dem Griechischen und ist zusammengesetzt aus kállos, der Schönheit, bzw. kálos, was schön oder gut heißt, und gráphein, also schreiben. Die Kunst des schönen Schreibens!
Christine Hartmann befasst sich schon seit vielen Jahren mit der Kalligraphie. Im vorliegenden Buch gibt sie zunächst eine Einführung in das Kunstwerk, mit einem Überblick über die Werkzeuge und ihre Pflege, über Papier, Farben, das Herstellen einer Bambusfeder, die Schreibwerkzeuge, den Arbeitsplatz und die Grundzüge für die Bandzugfeder.
Daran anschließend widmet sich der Hauptteil des Buches den gängigen Schriftarten. Dabei wird die Federhaltung in Einzelschritten aufgebrochen und mit Richtungspfeilen versehen dargestellt.
Vier separate Vorlagebögen der bekanntesten Musterschriften (Antiqua, Fraktur, Schwabacher, Humanistische Kursive sowie Schwungkursive) sowie ein kleines Set aus einem Pinsel, einer Rohrfeder, einem Federhalter und drei Bandzugfedern komplettieren das Kalligraphie-Set und ermöglichen, so denn Tinte im Haus ist, das sofort Drauflosschreiben. Auf die Plätze, fertig, los – wer hat die schönste Schrift?
HM
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Verlag interconnections