Vor diesem Buch muss gewarnt werden. Man sollte es nur daheim im stillen Kämmerchen lesen, statt an öffentlichen Orten wie z. B. dem Großraumwaggon im Zug, wie die Rezensentin. Unvermitteltes Prusten, spontane Lachanfälle und breit-in-sich-Hineingrinsen sind nämlich bei der Lektüre von Würste der Hölle quasi vorprogrammiert.
Was die Übelsetzungen alleine eigentlich schon fertig bringen, wird durch die schreiend komischen Kommentare des SZ-Journalisten Titus Arnu noch verstärkt.
Bei einer Toilettenmahnung auf ‚Chinglish’ in Sichuan (Thinking of making things easy for other before urinating) fällt ihm der kategorische Pinklerativ ein: Was du nicht willst, dass man auf der Toilette tu, das sau auch keinem anderen zu.
Immer wieder beliebt in fernen Landen ist ja auch der Griff zur Speisekarte im um seine ausländischen Gäste bemühten Restaurant. Da fordert z. B. ein Restaurant, nachdem es mit Gebratenen Tintenfischen, Rasur zum Eisen und Sohle zum Eisen gelockt hat, dazu auf, Schwert zu fischen. In einem Hotel auf Teneriffa gibt es als Weihnachtsmenü Zertrampelten Lachs auf bett des Gemüses, und statt Crêpes kräuselt es sich süß und salzig an einer mallorquinischen Imbissbude.
Dass derlei Übelsetzungen auch in deutschen Landen verbreitet sind, beweisen z. B. das Schild Football unties the world beim Würzburger Afrikafestival, oder der als Emperor’s Nonsens with Apple-Mush übersetzte Kaiserschmarrn mit Apfelmus auf dem Münchner Oktoberfest.
Und nun ist jeder, nachdem er sich die Lachtränen weggewischt hat, dazu aufgerufen, mit offenen Augen und Ohren und gezückter Kameralinse durch die Gegend zu wandeln und weitere Übelsetzungen festzuhalten – auf dass es bald einen dritten Band der urkomischen Sprachpannen gebe!
HM
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Verlag interconnections