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Pfingsten
Fünfzig Tage nach Ostern
Ursprung und Bräuche
Fünzig Tage nach dem Ostersonntag steht ein weiteres wichtiges Kirchenfest an: Pfingsten, bzw. der Pfingstsonntag. An Pfingsten wird in der Kirche das von Jesus prophezeite Kommen des Heiligen Geistes gefeiert, während gleichzeitig die Osterzeit beendet wird. Es geht zurück auf das jüdische Wochenfest Schawuot und wird manchmal auch als "Geburtstag der Kirche" bezeichnet.
Pfingstbräuche
Neben den religiösen Feierlichkeiten wie den Gebeten in der Pfingstnovene (Himmelfahrt bis Pfingsten) existieren in vielen Teilen Deutschlands, der Schweiz und Österreich noch uralte Pfingstbräuche, die besonders auf dem Land kaum etwas von ihrer Bedeutung verloren haben.
So ist das Pfingstbaumpflanzen, bei dem junge Männer ihrer Liebsten einen Baum (üblicherweise junge Birken) vor die Haustür stellen, in weiten Teilen Niedersachsens verbreitet, wird aber auch in anderen Bundesländern, wie beispielsweise Baden-Württemberg, praktiziert.
Auch im Münsterland sind alte Bräuche noch lebendig: beim Tanz um den Pfingstenkranz tun sich besonders Kinder und Jugendliche hervor; abends gibt es Tanz und Spiel, bei dem sich alle beteiligen.
Den Tieren an den Kragen geht es im Mecklenburgischen, wo alljährlich der schönste Ochse mit Blumen, Bändern und Stroh geschmückt und mit dem restlichen Vieh durchs Dorf getrieben wird. Daher auch das Sprichwort geschmückt wie ein Pfingstochse. Früher wurde der Pfingstochse auch geschlachtet, wohl in Anlehnung an heidnische Tieropfer.
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