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Gastschuljahr
Sonores vom Cabo Verde
Ein bisschen Sommer in faden Zeiten
Afrikanische, französische und brasilianische Rhythmen
Es jagt ein echter Schauer über den Rücken, wenn die hübsche kapverdische Sängerin Mayra Andrande auf ihrem Debütalbum Navega erstmal loslegt. In Kuba geboren, nach Kap Verden, Senegal, Angola, Deutschland und zu guter letzt Frankreich gezogen, hat es das junge Talent jetzt in viele CD-Spieler der Nation geschafft. Ganz neu ist ihr die Musikindustrie nicht, denn schon mit 16 bekam sie bei einem internationalen kanadischen Wettbewerb, dem Jeux de la Francophonie, für ihren Gesang die Goldmedaille.
Von Schallplattenkritikern gefeiert, beeindruckt Mayra Andrande mit überwiegend kreolischen Liedern. Sie wandelt auf Jazz- und Latinpfaden, lässt sich von brasilianischer Musik und vom Flamenco beeinflussen und bleibt doch irgendwie melancholisch kapverdisch traditionell, wenn sie Lua oder Regaco zum besten gibt, das stark ans oft dramatisch klingende Fado erinnert.
"Mana" wirkt wie ein warmer Sommerregen, wohingegen "Comme s´ il en pleuvait" schon wieder ganz französisch angehaucht klingt, anders als das sehr lebhafte "Tunuca". Mit jedem Lied in eine andere Sphäre getaucht, fühlt man sich schon wie am Strand oder auf irgendeiner Hacienda …Schade eigentlich, dass nur zwölf Nummern auf der CD zu finden sind, denn man könnte der Kubanerin doch soviel länger zuhören.
Beeindruckend, wie vielseitig ihre Songs doch klingen, so dass selten das Gefühl aufkommt, das Lied schon mal gehört zu haben. Die Sängerin bleibt immer sonor und lebendig. Meine Empfehlung: einfach die Augen schließen und sich von der Schönen ans andere Ende der Welt entführen lassen, beim Lauschen dieser herrlichen Klänge.
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