Gewohnt effektiv führt dieser Audiotrainer von digital publishing den Anfänger mit (geringen) Vorkenntnissen näher an die spanische Sprache heran. Audiotrainerin Isabel ist nicht nur bilingual, sondern verfügt zudem noch über eine sympathische Stimme – die besten Voraussetzungen, um sich eineinviertel Stunden auf spielerische Weise von ihr „belehren“ zu lassen, wobei, pardon - sich zu unterhalten trifft es wohl besser.
Fließend zwischen Spanisch und Deutsch hin- und herwechselnd, lädt Isabel gleich im ersten Track zu einem paseo, einem Spaziergang, ein, um sich ein wenig zu unterhalten. Charlar un poco – das macht man in Spanien einfach gerne, und es verbessert die eigenen Sprachkenntnisse ungemein.
Die einzelnen Gesprächsabschnitte sind nach Themengebieten (z.B.Wetter, Begrüßung) angelegt; beginnt ein neues Thema, fängt der nächste Track an. So ist es einfach, einzelne Bereiche gezielt zu wiederholen. Der zehnte Track ist etwas länger als die anderen und dient der Wiederholung.
Hilfreich ist auch, dass jeder Abschnitt genau 10 Tracks hat, was das Arbeiten mit dem CD-Spieler erleichtert. Will man mit Lektion 1 beginnen, wählt man Track 1, bei Lektion 2 beginnt man mit Track 11, usw.
Isabels fröhliche Stimme ist mitreißend, und wer sich traut, antwortet rasch auf ihre Aufforderungen und hat so den Eindruck, tatsächlich Small Talk auf Spanisch zu betreiben. Dabei werden die meisten Gesprächsthemen abgehakt, die man im alltäglichen Leben gebraucht, vom Gang zum Kiosk über Tapas in der Kneipe bis hin zum Friseurbesuch.
Ein schöner Nebeneffekt: in Gesellschaft der sympathischen mallorquina (Isabel stammt aus Mallorca) lernt man viel über den spanischen Alltag – welche Zeitungen es gibt, dass man üblicherweise gegen halb drei zu Mittag isst, und dass es neben Tapas noch andere Köstlichkeiten gibt, die die spanische Speisekarte bereichern – churros con chocolate etwa, fettriefendes, köstliches Spritzgebäck, das in dicke, dunkle Schokolade getunkt wird. Ein kalorienreiches Frühstück, das ein Lächeln ins Gesicht zaubert und besonders im Winter zu empfehlen ist – denn kalt wird es auch in Spanien.
Einzelne Exkurse führen auch nach Lateinamerika; so erzählt Isabels Freund Javi von seiner letzten Mexikoreise und von den unterschiedlichen Sitten dort. Dabei kommt die Rede auch auf die abweichenden Sprachgewohnheiten, etwa die in Lateinamerika übliche, formellere Anrede „Usted“ statt des in Spanien eher gebräuchlichen „tú“.
Alles in allem ein toller Sprachtrainer, um schnell gesprächssicher zu werden oder eingeschlafene Sprachkenntnisse wieder aufzupeppen.
HM
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