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Was tun, wenn die Sonne altert?

Expedition zum Mars

cover Spin | Heyne Verlag | 555 Seiten | 8,95 Euro | von Robert Charles Wilson

Tyler Dupree spielt mit Nachbars Kindern Diane und Jason im Garten, als plötzlich die Sterne und der Mond verschwinden. Am nächsten Tag geht die Sonne auf, wie gewohnt, aber die Sterne bleiben verschwunden. Um die Erde hat sich eine selektive Membran gelegt, die unter anderem die Satellitenkommunikation abschneidet. Besonders beunruhigend ist der unterschiedliche Zeitverlauf inner- und außerhalb der Membran, des sogenannten SPIN: 1 Jahr auf der Erde enspricht 100 Millionen Jahren im Weltraum. Die Sonne altert rapide.

Nach anfänglicher Panik wird ein gigantisches Raumfahrtprogramm aufgelegt, mit dem Ziel, den Mars zu terraformen und der Menschheit die Möglichkeit zu überleben zu geben. Angeführt von E.D. Lawton, dem Vater von Jason, wird das Wissenschafts-Institut Perihelion gegründet, das später von Jason geleitet wird, und das die Marsumwandlung und später auch den Aufbau eines intergalaktischen neuronalen Netzes koordiniert. Schon nach wenigen Erdenjahren ist der Mars bewohnbar und kann von Kolonisten besiedelt werden.

Aber bald legt sich auch um den Mars ein Spin. Die Marsianer enwickeln eine Biotechnologie, die der von der Erde weit überlegen ist und initiieren die Aussaat eines neuronalen Netzes, das schließlich zur Änderung der Membran führt, so dass interstellare Reisen durch Zeittore möglich werden. Parallel zur technischen Entwicklung widmet der Roman der persönlichen Entwicklung der Akteure und ihrer Strategien zur Bewältigung der Bedrohung, als die der Spin empfunden wird, breiten Raum.

Fazit: SF vom Feinsten. Großartiger Entwurf zukünftiger Evolution.

EB

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