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Kochkünste statt Kneipentour

Was tun beim Junggesellenabschied?

Gnadenlos betrinken, oder gediegen feiern?

Kneipentouren zum Junggesellen- oder Jungesellinnenabschied haben Tradition. Bei feuchtfröhlichen Abenden durch die Kneipen, unterstützt von Freunden, ziehen angehende Bräute und Bräutigame schwankend durch die Straßen, um Abschied von ihrem Leben als ungebundene Unverheiratete zu nehmen. Es heißt, hier soll noch mal die Treue der zukünftigen Brautleute auf die Probe gestellt werden.

Dazu gehören allerlei kuriose Bräuche, wie das verrückte Kostüm (gerne als Engel, oder besonders gewagt, mit Strumpfband und allem Drum und Dran) oder der Bauchladen, mit dem Kondome und kleine Schnäpse an den Mann oder die Frau gebracht werden müssen. Angehende Bräutigame haben häufig die Aufgabe, so viele Wangenküsse wie möglich von fremden Frauen zu ergattern - mit Fotos dokumentiert.

Solch wilde Junggesellenabschiede werden aber immer seltener - der Trend geht hin zum stilvollen Abend oder gar ganzem Wochenende. Angehende Bräute lassen sich bei einem Wellness-Wochenende mit ihren Freundinnen verwöhnen oder testen sich bei einem Weinseminar durch die edlen Tröpfchen. Die Junggesellen gehen auf schweißtreibende Paddeltouren oder erhalten bei einem Kochseminar den letzten Schliff fürs Eheleben.

HM




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