"Ich weiß nicht wie es angefangen hat. Ich habe es nicht gleich gemerkt. Ich spüre zwar seit einiger Zeit, dass etwas nicht stimmt, aber ich weiß nicht, was. Ich habe keine Worte dafür. Es ist nur ein Eindruck, ein unbestimmter, ein vages Unbehagen."
So beginnt der Roman. Benjamin, ein junger, angestellter Apotheker ohne Ehrgeiz geht samstags mit seiner schönen Karrierefrau Beatrice, einer Kinderbuchautorin, Möbel kaufen.
Aber der Schein der Gemeinsamkeit trügt: Benjamin ist nicht glücklich. Seine Frau ist dominant und bevormundet ihn, sogar das Liebesleben wird zur Folter: Seine Frau diktiert das Vorspiel und kommentiert den Coitus. In ihren Augen macht er einfach alles falsch: ein entscheidungsschwacher Duckmäuser ohne Initiative, aber mit Humor, der an seiner humorlosen Frau abprallt.
Seine Frau zwingt ihm ständig peinigende und überflüssige Diskussionen im Stil linker Gehirnwäsche auf und dreht ihm das Wort im Mund herum. Ein Couchtisch im Geschäft wird zum Schlüsselerlebnis, als der Verkäufer sagt, die Holzverkleidung sei innen hohl, leer.
Leere! Das ist es, was Benjamin empfindet. Die ständigen Kompromisse zerren an seinen Nerven, sein einziger Sonnenschein ist das Töchterchen Marion. Aus Angst vor Trennung frisst er Demütigungen in sich hinein.
Auf Drängen seiner Frau geht Benjamin zu einem Psychotherapeuten, aber der kann keine Therapiebedürftigkeit feststellen. Sein Chef Gottlieb zeigt ihm einen neuen Weg: Plutarch, der alte Grieche, hat so manche Lebensweisheit parat, insbesondere muss er lernen, NEIN zu sagen, daheim und am Arbeitsplatz: Die Katastrophe nimmt ihren Lauf.
Mit scharfem Blick und Humor zeichnet Isabelle Minière ein Paar das sich "entliebt" und stellt sich auf den Seite des unterdrückten Mannes.
Fazit: Mit Humor und Witz breitet Isabelle Minière Szenen einer Ehe aus. Einfach köstlich!
EB
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Verlag interconnections