Über welchem Werk Goethe verstarb, zu welcher Theatergruppe der junge Shakespeare gehörte und welchen Beruf Hemingway als junger Mann ausübte, lässt sich im Brockhaus Literatur schnell nachschlagen. Das einbändige Literatur-Lexikon, das der renommierte Verlag vor wenigen Monaten auf den Markt gebracht hat, löst die 1995 erschienene achtbändige Taschenbuchausgabe ab.
Das fast tausendseitige Lexikon beginnt mit einer Übersicht über 150 Hauptwerke der Weltliteratur, die „in Form von“, wie es heißt, „prägnanten Darstellungen des Inhalts, ihrer besonderen Bedeutung oder der Wirkungsgeschichte in hervorragenden Infokästen präsentiert werden“. Sie laden zu einem chronologischen Streifzug ein, sind inhaltlich fundiert was Bedeutung und Wirkung der Werke betrifft.
Weitere Infokästen, die die Texte auflockern, finden sich zu den Hintergründen der Literaturgeschichte. Hinzu kommen Epochetafeln, 24 an der Zahl. Sie stellen Zusammenhänge her und bieten verwandte Begriffe zum Nachschlagen. Mehr als 4000 Stichwörter machen mit 3000 Schriftstellern bekannt, mit deren Biografien und Werken.
Der Rest sind Sachbegriffe wie z. B. „Commedia dell´Arte“ oder das Versmaß „Trochäus“. Sie werden verständlich erklärt.
24 essayistische Sonderartikel behandeln zentrale Themen des Literaturbetriebs wie „Autographen“ als Zeugnisse des Dichters, „Pseudonym“, oder die Beziehung zwischen „Film und Literatur“.
Diese dritte aktualisierte Auflage des Brockhaus Literatur besticht durch modernes Layout und anschauliches Bildmaterial. Optisch also hervorragend gestaltet, ist es ein leserfreundliches Sachlexikon. Dem entspricht der Inhalt, der als erster Einstieg in die Welt der Literatur unbedingt geeignet ist. Nicht nur die großen Dichter und Denker kommen vor, sondern selbstredend auch Gegenwartsautoren.
RK
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