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Sag mir, wann du geboren bist, und ich sag dir, was für ein Mensch du bist
Steinbock, Wassermann, Waage - was ist dran an Horoskopen?
Horoskope - wer kennt sie nicht, diese schwammigen, knappen Sprüche mit den niedlichen Symbolen, irgendwo an den Rand gequetscht auf den letzten Zeitungs- oder Zeitschriftenseiten? Empfehlungen wie "Beruflich sollten Sie momentan nichts forcieren", "Alte Liebe rostet nicht, das wird sich jetzt beweisen" oder "Ihre Skepsis handelt Ihnen nichts als Feinde ein" klingen so schön gezielt und individuell.
Dass ein Zeitungshoroskop, das aus ein paar Sätzen besteht, auf ungefähr ein Zwölftel der gesamten Weltbevölkerung zutreffen soll, ist zweifelhaft und ohnehin recht umstritten.
Die Germanistin Katja Furthmann hat in einer sprachwissenschaftlichen Arbeit die Sprache der Pressehoroskope untersucht und ist dabei vor allem auf vage Formulierungen und allgemeine oder zeitlose Wahrheit gestoßen.
Beliebt sind Zeitungshoroskope trotzdem: Horoskope, kichernd im Freundeskreis vorgelesen oder heimlich zum morgendlichen Kaffee geschmökert, sind Unterhaltung und vermitteln dem Leser nicht selten das Gefühl: Hey, das stimmt! Das passt ja auf mich!
Psychoanalytiker Fritz Riemann bringt es in seinem Buch Lebenshilfe Astrologie auf den Punkt: "Das ´Geschäft mit den Sternen" ist zwar ein lukratives, doch was die Zeitschriften da veröffentlichen, hat mit Horoskopie nichts zu tun. Diese so genannten Wochenhoroskope beziehen sich nur auf den Sonnenstand, und die Aussagen sprechen mehr oder minder geschickt Wünsche und Erwartungen der Leser an oder sie geben verwaschene Warnungen."
Zur seriösen Astrologie zählen diese Tages- oder Wochenhoroskope aber nicht. In der echten Horoskopie werden die Planetenkonstellationen zur Zeit der Geburt eines Menschen mittels mathematischer Methoden wie der Himmelsmechanik genau berechnet. Für ein individuell berechnetes Horoskop braucht man daher genaue Angaben von Geburtsdatum, Geburtszeit und Geburtsort.