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Kein Geiz mehr im Kinderzimmer
Spielwaren gehen weg wie warme Semmeln
Die Konkurrenz aus China ist den einheimischen Herstellern dicht auf den Fersen
Der Spielwarenverkauf boomt! Insbesondere um die Weihnachtszeit erhöht sich der Verkauf um ein Vielfaches - so gilt als Faustregel, dass ca. 40 % des Jahresumsatzes in den sechs Wochen vor Weihnachten gemacht werden. Die Tendenz ist, dass diese sechs Wochen immer mehr zusammenschrumpfen - so wurde im vorletzten Jahr in einer Woche (der direkt vor dem Fest) mehr als in manchem Sommermonat umgesetzt.
Um dem entgegenzuwirken, verfallen immer mehr Unternehmen auf ausgefeilte Tipps und Werbestrategien. Die Drogeriekette Müller beispielsweise gewährte anstelle der üblichen Aktionspreise vor Weihnachten bereits im Oktober 20 % Rabatt auf Spielwaren - mit Erfolg, die Kunden kauften.
Überhaupt kaufen die Leute wieder mehr Spielwaren, seit letztem Jahr gibt es wieder mehr Hoffnung auf steigende Branchenumsätze, und auch für das kommende Jahr werden gute Zahlen erwartet. 3,2 Milliarden Euro jährlich geben die Deutschen für Spielzeug aus.
Den Löwenanteil beansprucht dabei allerdings die Konkurrenz aus China: im vorletzten Jahr etwa importierte China Spielwaren im Wert von 1,8 Milliarden - über die Hälfte aller Spielwarenimporte. Vor 20 Jahren sah das noch ganz anders aus: Chinesische Spielwarenimporte im Wert von gerade mal 20 Millionen Euro.
Der deutsche Produktionswert von Spielwaren im vorletzten Jahr liegt übrigens bei 1,1 Milliarden Euro.