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Tees schenken
Problematische Geschenke
Wie verhält es sich mit Schadstoffen?
Gerade zur kalten Jahreszeit sind kleine Teepräsente beliebt. Man schenkt gerne ein Teesortiment oder bringt der besten Freundin mal einen neuen Tee zum Probieren mit.
Klar, draußen ist es kalt, naß und ungemütlich, so daß kräftiger Schluck heißen Tees gerade recht kommt. Noch dazu, wo der Kreativität keine Grenzen gesetzt sind.
Man kann Teedosen in allen Farben und Stilen dazu schenken, Kandis am Stiel, schöne Tassen, ein ganzes Teeservice, Rumkandis und und und. Der Tee selber wird in kleinen Päckchen hübsch eingepackt, manchmal sogar als Teeblume besonders nett hergerichtet. Und die Aromenvielfalt erst! Gab es früher Tees mit Vanille- oder Karamellgeschmack, so sind heute auch exotischere Geschmacksrichtungen zu haben - Bratapfel oder Lebkuchen beispielsweise, passend zur Weihnachtszeit. Ist doch alles ganz wunderbar. Oder?
Nicht ganz. Durch die Zusätze kommen teilweise auch Stoffe in den Tee, die hier nichts zu suchen haben. Zwar sind künstliche Aromastoffe verboten, d.h. es sind nur natürlich oder naturidentische Stoffe erlaubt (und Fruchtsäfte, Rum, Whiskey, etc.). Aber gerade Tees, die mit Zitrusfrüchten aromatisiert sind, wurden mit gespritzten Früchten zubereitet - so dass Pestizide in den Tee gelangen. In vielen Laboruntersuchungen wurde die vorgeschriebene Rückstandshöchstmenge von etlichen Tees wiederholt überschritten.
Eine weitere kritische Zutat ist der Zimt, dessen natürlicher Inhaltsstoff Cumarin bei manchen Menschen zu erhöhten Leberenzymen im Blut (bis hin zur Leberentzündung) führen kann. Mit Zimt aromatisierter Tee ist daher Kleinkindern, Schwangeren und Lebergeschädigten nicht zu empfehlen.